Aus dem Kirchenvorstand

Freiwilliges Kirchgeld für die Lautsprecheranlage und neue Gesangbücher

In diesem Jahr erbitten wir das freiwillige Kirchgeld für die Teilerneuerung unserer Lautsprecheranlage. Denn entscheidende Komponenten in der Anlage arbeiten nicht mehr richtig. Es kommt zu Störgeräuschen wie Rauschen und Knacken sowie zu nervigen Unterbrechungen in der Übertragung. Insgesamt gehen wir von einer Summe von etwa 9.000 Euro u.a. für einen neuen Verstärker, neue Mikrofone und die Installation dieser aus. Was wir Spendengeldern darüber hinaus erhalten, werden wir für die Anschaffung neuer Evangelischer Gesangbücher verwenden. Die Kirchgeldbriefe sind inzwischen verteilt worden. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung dieser Projekte.

Matthias Freytag
Foto: Maike Eggers

Einladung zur Gemeindeversammlung

Zu der diesjährigen Gemeindeversammlung laden wir alle unsere Gemeindemitglieder im Anschluss an den Gottesdienst am Ewigkeitssonntag, den 24. November 2019 in den Großen Gemeindesaal (Alte Rathausstraße 41) ein. Die Tagesordnung werden wir rechtzeitig in den Schaukästen aushängen.
Der Kirchenvorstand

Ein Jahr im Kirchenvorstand – turbulent, bunt, schaurig schön.

Die Kirchenvorstände der Region sind nun ein Jahr im Amt, da kann man schon mal überlegen, ob sich die Mitarbeit lohnt, zum Beispiel für die fünf Damen und drei Herren im Kirchenvorstand Immanuel.
Das Ehrenamt einer Kirchenvorsteherin, eines Kirchenvorstehers ist außerordentlich variantenreich. Keineswegs beschränkt sich die Tätigkeit auf Lesedienste (auch für das Vorlesen in Gottesdiensten muss trainiert werden) und das Einsammeln und Zählen der Kollekte. Jedes Mitglied eines Kirchenvorstandes nimmt  unterschiedliche Aufgaben wahr und hat jedes Mal einen anderen Hut auf.
Oft ist man Bauherr, der Gebäude saniert. Sachverstand muss her, Kostenvoranschläge treffen ein und werden beurteilt. Der Hut eines Vermieters liegt auch bereit, wenn im kircheneigenen Mietobjekt die Heizung ausfällt oder Schimmel auftritt. Als Kulturbeauftragter jongliert man zwischen der Kirchengemeinde und den ortsansässigen Vereinen hin und her, tritt zuweilen als Eventmanager auf. Ein andermal liegt der Datenschutzhut neben den Unterlagen, die neuen europäischen Richtlinien sollen Beachtung finden. Arbeitgeber ist man auch noch, Arbeitszeiten und Reinigungspläne werden aufeinander abgestimmt.
Weitere Rollen kommen zeitweise hinzu: Grillmeisterin, Küchenplanerin, Verpächter kirchlicher Ländereien, Zeitschriftenredakteur, Schaukastendekorateurin, Zeitungsausträgerin, Geburtstagsgratulant, Finanzplanerin – ob männlich oder weiblich, ist egal, die Aufgaben sind im Kirchenvorstand verteilt.
Und bei allem gilt: Zuversicht ausstrahlen, allen Personen Wertschätzung entgegenbringen, Wünsche und Kritik konstruktiv aufnehmen, ganz wie Old Paulus das für seine Gemeinden damals verlangte: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
Dann ist es schon fast eine Erholung, im Gottesdienst zu sitzen und die schönen Lieder zu singen und dem Psalmwort zu vertrauen: Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. Wie überhaupt der Gottesdienst der Mittelpunkt der Gemeinde bleibt: Hier sammeln sich die Menschen, um Gott zu danken für das gute Leben, oder zu klagen über bedrückende Erfahrungen und um Gottes Beistand zu bitten. Die kürzeste Definition von Religion lautet: Unterbrechung. So wie ein Kirchturm die Silhouette der städtischen Zweckbauten unterbricht. Man ist für einen Moment frei von der Betriebsamkeit, von der Aufdringlichkeit des öffentlichen Lebens und von den selbstgemachten Zwängen, hört auf sein Herz, seine Fragen: Wer bin ich? Wo will ich hin? Und erhofft sich eine Antwort, eine Resonanz.
Dass solche Momente möglich sind – auch dafür ist ein Kirchenvorstand da, zusammen mit dem jungen Pastor und dem jungen Kantor. Und dann taucht man wieder ein in das bunte Leben und greift sich einen Hut.

Wilfried Bergau-Braune (Kirchenvorsteher Immanuel Laatzen)  

Sind wir bereit für Veränderungen?!

Ehrlich gesagt, ich bin eine Person, die in bestimmten Situationen gar keine Veränderungen mag.

Dieses Gefühl hatte ich neulich, als ich im Wohnort meiner Eltern spazieren ging. Mir fiel auf, wie sich die Landschaft verändert hatte. Sofort hatte ich erst einmal den Nachbarsbauern in Verdacht, der ständig alles zu seinen Gunsten verändert.

Doch bei näherer Betrachtung merkte ich, dass es einfach der Lauf der Zeit war, der die Landschaft verändert hatte. Die Bäume waren höher und dadurch der Blick weiter. Neue Zäune und Hecken ordneten die Fläche.

Veränderungen kann man in vielen Momenten wahrnehmen. Bei der Arbeit gehöre ich mittlerweile zum „alten Eisen“ und ertappe mich dabei, wie ich über die Arbeitsweise der jüngeren Kollegen oder Praktikanten schimpfe, nur weil sie vielleicht anders als früher, aber bei näherer Betrachtung nicht immer unbedingt schlechter ist.

Man muss sich manchmal die Zeit nehmen, genauer hinzusehen und zu erkennen, dass nichts einfach nur schlecht ist. Und man muss manchen „Sachen“ auch einfach die Zeit geben, damit sie sich entfalten können.

Ich denke, jeder hat in seinem Leben mal die Situation gehabt, der oder die Jüngere zu sein, mit vielen Ideen, die manchmal gut und weniger gut waren. Oder man war die oder der Ältere mit vielen Erfahrungen, die gut oder weniger gut waren und man dadurch einen anderen Blick auf die Dinge hat.

Jeder kann von dem Einen oder der Anderen profitieren.

Miteinander reden, statt übereinander. Mit „alten Kamellen“ abschließen und sich neuen Herausforderungen stellen.

Ständig wird darüber diskutiert, warum, wieso immer weniger Menschen den Schritt zur Kirche wagen und warum immer mehr Menschen aus der Kirche austreten. Was bieten wir? Was wollen wir bieten? Wollen wir offen sein, so wie Jesus, der alle mit offenen Armen empfangen hat, oder wollen wir uns hinter unseren Mauern verkriechen, bis niemand mehr einen Weg zu uns findet?

Wir als Gemeinde sollten Veränderungen bewusst wahrnehmen und gestalten. Neuer Pastor, neuer Kirchenmusiker, neu gewählter Kirchenvorstand, andere Arbeitsformen und -zeiten, Initiativen – was auch immer: Wir können voneinander profitieren und gemeinsam etwas schaffen.

Maike Eggers

Möglichkeiten des Ehrenamtes

Zu viel Zeit? Und keine Idee, was man damit tun kann?
Der KV hat eine Liste der „Möglichkeiten des Ehrenamtes“ zusammengestellt. Darin sind auf einen Blick Einsatzmöglichkeiten in der Gemeinde mit Kontaktadressen zu ersehen.

Rechts in der Spalte finden Sie die Liste zum Download.

Umzug ins Seniorenheim

Immer wieder sprechen uns ältere Menschen, die ihre Wohnung verlassen und in ein Seniorenheim umziehen wollen oder müssen, fragend an, weil sie unsicher sind, wie es dann mit ihrer weiteren Zugehörigkeit zu ihrer „alten“, vertrauten Kirchengemeinde bestellt ist. Zur Klärung möchten wir mit diesem Artikel beitragen.
Wenn Sie in ein Seniorenheim umziehen, dann gehören Sie ab sofort auch zur Kirchengemeinde, in der das Seniorenheim steht. Darauf weisen wir Sie hin, weil es immer wieder vorkommt, dass sich Menschen fragen, warum sie plötzlich keine Geburtstagspost mehr von ihrer früheren Gemeinde erhalten. In allen Fällen, in denen ein Pastor/eine Pastorin benötigt wird, wird dann der Pastor/die Pastorin der neuen Gemeinde für Sie zuständig sein.
Manchmal wird die Kirchengemeinde auch über die neue Wohnsituation ihrer Mitglieder nicht informiert. Es kommt dann immer wieder vor, dass bei Besuchen niemand angetroffen wird. In den meisten Fällen gibt es dann noch nicht einmal einen Hinweis darauf, wo die Person verblieben ist. Das ist sehr schade!
Sollten Sie weiter Ihrer bisherigen Kirchengemeinde angehören wollen, dann müssten Sie bei dieser einen formlosen Antrag auf „Umpfarrung“ stellen, also einen Antrag, in dem Sie darum bitten, dass Sie zu dieser Gemeinde umgepfarrt werden. Diesen Antrag senden Sie an die Adresse der Kirchengemeinde, zu der Sie bisher gehörten.
Der Kirchenvorstand
 

Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Wilfried Bergau-Braune
Tel.: 0511 71300225